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Ich selbst bin mir genug

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Es ist eine Weile her, dass ich das letzte Mal gepostet habe. Ehrlich gesagt ist es eine Weile her, dass ich das letzte Mal etwas niedergeschrieben habe, dass nichts mit meinen Klausuren in der Uni zu tun hat. Nach meiner Klausurenphase hatte ich solchen Stress alle Dinge zu erledigen die noch erledigt werden mussten, dass ich nicht dazu gekommen bin. Nun sitze ich an meinem dritten Tag in Auckland in meinem kleinen, miefigen Studentenwohnheimszimmer und habe endlich mal wieder etwas Ruhe gefunden.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich für ein Auslandssemester nach Neuseeland gereist bin. Ich habe meine Familie, meine Freunde und meinen Freund zu Hause gelassen und mich ganz alleine auf den Weg in ein neues Abenteuer gemacht.

Wenn man so alleine irgendwo ankommt und niemanden kennt, dann stellt sich unwillkürlich die Frage: Was denken andere von mir? Und darum soll es sich heute drehen, Selbstdarstellung, Selbstbewusstsein und Selbstliebe.

Selbstbewusstsein, ein Begriff mit dem so falsch umgegangen wird. Oft wird er benutzt um einen Menschen zu beschreiben der sich viele Dinge zutraut und extrovertiert ist. Dabei muss dieses Wort eher auseinander genommen werden. Das Bewusstsein über sich selbst, was nichts anderes bedeutet als seine eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Man sich darüber bewusst ist was man mag und was nicht, was man möchte und was nicht. Nehmt euch eine Minute Zeit und denkt darüber nach, habt ihr Selbstbewusstsein?

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Wie oft lassen wir uns von anderen verurteilen und verurteilen uns selbst in Folge dessen umso mehr? Dabei sagen uns doch alle wie viel attraktiver ein Mensch nach außen wirkt der mit sich selbst zufrieden ist. Aber es ist schwierig das wirklich zu sein. Wenn ich unter Fremden bin denke ich über jede meiner Handlungen drei Mal nach. Kommt es komisch bei anderen an wenn ich mir noch einen Cookie nehme? Verurteilen sie mich und denken, dass ich Essensproblem hätte wenn ich nichts esse? Ist es an dieser Stelle angebracht zu lachen? Hätte ich ihr helfen sollen oder war es zu aufdringlich? So viele Gedanken, so viel Zeitverschwendung. Wollen wir nicht letztendlich von den Menschen so gemocht werden wie wir wirklich sind? Was bringt es da, wenn wir uns verstellen um jemandem zu gefallen, wenn wir dann nicht wir selbst sind?

„Ich selbst bin mir genug“ soll daher nicht ausdrücken, dass ich alleine sein möchte und keine Freunde haben möchte. Es soll viel mehr sagen, dass man sich nicht verstellen sollte, sondern die eigene Persönlichkeit genug zu bieten hat um auf andere interessant zu wirken. Wir müssen nicht versuchen ein neues Ich zu entwerfen um von anderen gemocht zu werden. Jeder einzelne Mensch auf der Erde ist besonders, hat etwas besonderes an sich. Ist liebenswürdig. Zwischen manchen passt es einfach nicht, da springt der Funke nicht über. Wir alle kennen das Gefühl jemanden nicht zu mögen oder langweilig zu finden, aber das macht auch nichts. Wir müssen nicht jeden mögen! Wir müssen nicht mit jedem den Beste-Freunde-Status erreichen. Manchmal reicht es schon wenn man nur eine Person findet mit der es einfach passt. Eine Person die einen glücklich macht und keine ganze Herde an Freunden die einen anhimmeln. Die wenigen Freundinnen oder Freunde können oft so viel mehr Freude streuen.

Wenn ihr der gleichen Meinung seid wie ich und findet, dass man sich selbst viel zu oft verurteilt, dann macht mit und teilt eure Story, ein Bild auf dem ihr euch besonders wohlfühlt oder einfach nur einen Gedanken mit dem Hashtag #Ichbinmirgenug bei Instagram, Facebook oder Twitter und bringt eure Freunde und Familie dazu mitzumachen. Lasst uns mehr Menschen dazu bringen wirkliches Selbstbewusstsein zu entwickeln und zufrieden zu sein mit sich selbst!

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2 Antworten zu “Ich selbst bin mir genug”

  1. Hermine sagt:

    Hey!! Soll ich dir mal was sagen ? Du schreibst extrem gut 😉 Also wirklich. Es macht richtig viel Spaß deine Texte zu lesen und du schaffst es immer wieder einen zum nachdenken zu bringen.
    lg Hermine

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