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Fototipps für Fashionblogger

 

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Es ist durchaus bekannt, dass der Mensch auf visuelle Reize eher anspricht als auf andere. Dementsprechend sind Fotos das Herz und die Seele eines Fashionblogs. Was nicht vernünftig ausgeleuchtet ist oder nicht schön scharf scheint macht gleich einen schlechten Eindruck auf den Leser und lässt ihn in den meisten Fällen nicht wiederkommen. Es wird immer wieder gepredigt, dass einen guten Blog der Content macht, aber bitte lasst euch nicht von diesem Wort in die Irre führen. Damit ist nicht nur der Text gemeint, sondern je nach Blogtyp auch zu einem großen Teil, beziehungsweise hauptsächlich die Fotos! Um euch den Einstieg in die Welt der Fotografie ein bisschen einfacher zu machen, habe ich euch hier mal meine besten Tipps und Tricks für die Fotografie zusammengeschrieben:

1. Schaffe dir gutes Equipment an!

Das muss nicht unbedingt heißen, dass du die neue Canon 5 Mark II oder etwas vergleichbares brauchst, aber eine solide Spiegelreflexkamera sollte es schon sein, denn mit einer kleinen, alten Digital Kamera wirst du niemals die gleiche Bildqualität erreichen. Ich habe auch relativ früh in ein gutes Objektiv investiert. Das 50mm 1,4er von Canon ist mit knapp 350€ zwar nicht gerade billig, aber ich freue mich jeden Tag, dass ich die Anschaffung getätigt habe. Durch die tolle Lichtstärke und den kleinen Schärfebereich eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten und die Bilder sehen gleich viel professioneller aus. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte kann auf das 50mm 1,8er Objektiv zurückgreifen. Zwar hat dieses eine schlechtere Lichtstärke, aber das Preisleistungsverhältnis ist sehr gut! Hier bekommt man für 80€ eine solide Grundlage für gute Blogfotos.

Handykamera

Canon 50D mit 50mm 1,4er

 

2. Lerne deine Kamera kennen!

Nichts ist so schlimm wie ein Blogger der keine Ahnung von Fotografie hat! Das macht keinen Spaß mit diesen Leuten zusammen zuarbeiten, weil man immer nur schlechte Bilder bekommt. Wer Blogger ist sollte fähig sein die eigene Kamera zu bedienen. Man sollte wenigstens grob wissen wie die ISO, Blende und Verschlusszeit einzustellen sind um ein gutes Foto zu schießen. Mein Tipp: Nutze den Liveview-Modus deiner Kamera um das zu lernen. Auf die Weise lernst du schnell welche Einstellung welchen Effekt auf dein Foto hat. Eine grobe Zusammenfassung sieht ungefähr so aus: Die ISO sollte bei Tag nicht höher als 600 sein, meistens reicht 400. Generell gilt, je höher die ISO desto heller das Bild, aber desto grobkörniger wird es auch! Die Blende bestimmt den Schärfebereich. Je kleiner die Blende desto kleiner ist der scharfe Bereich in deinem Foto. Wenn du zum Beispiel Details fotografierst und das gesamte Bild soll scharf werden musst du die Blende höher stellen. Die Verschlusszeit ist die einfachste Möglichkeit die Helligkeit einer Aufnahme zu steuern. Je länger die Verschlusszeit desto heller das Bild, weil mehr Licht einfällt, klar oder? Bei langen Verschlusszeiten wird es allerdings schwieriger ein scharfes Bild zu schießen, weil man sich zu viel bewegt, aber das sollte man für die Fotos eines Fashionblogs eh nicht tun.

3. Fotografiere bei viel Licht!

Am einfachsten ist es die Fotos draußen zu schießen bei Tageslicht. So hat man keine Schwierigkeiten mit unatürlichen Schatten und anderem. Versuche jedoch im Schatten oder bei Wolken am Himmel zu fotografieren, sonst werden die Schatten im Gesicht meist zu grell. Wenn du doch einmal drinnen fotografieren möchtest wähle eine Location nahe am Fenster wo viel Licht einfällt. Versuche Bilder bei Kunstlicht zu vermeiden, das sieht meist nicht gut aus. Nutze niemals den Blitz! Bilder die mit Blitz geschossen wurden – besonders mit dem eingebauten Blitz deiner Kamera – sehen zu 99% beschissen aus.

Ohne Licht, im Haus

Tageslicht

4. Fotografiere in RAW!

RAW Dateien brauchen deutlich mehr Speicherplatz, aber es lohnt sich. Als RAW werden deutlich mehr Informationen auf dem Bild gespeichert und so wird die Bearbeitung einfacher und lohnender! Oft kann man hier auch aus etwas unter- oder überbelichteten Fotos noch eine Menge herausholen.

5. Suche gute Locations!

So gut wie das Outfit auch ist, es kann kein tolles Foto entstehen wenn die Location Mist ist. Versuche Orte zu finden bei denen du mit Tiefen spielen kannst. Stelle dich also weniger vor Wände, sondern eher mal auf eine Straße oder eine Brücke. So erreicht man oft bessere und interessantere Ergebnisse.

Starrer Hintergrund

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Tiefe durch offenen Hintergrund

6. Bearbeite deine Fotos!

Du hast ein wahnsinnig tolles Bild geschossen und bist mehr als zufrieden? Super, dann setze dich an deinen Computer und mache es noch besser. Aus jedem Foto ist noch mehr herauszuholen. Die meisten Blogger benutzen Lightroom für ihre Fotobearbeitung und auch ich finde, dieses Programm ist unschlagbar! Lass die Finger von grausamen Filtern oder Effekten und konzentriere dich auf die Belichtungsstufen. Am besten steuerst du diese manuel, stellst also die Lichter, Schatten, Schwarz oder Weiß Effekte selbst ein. Bildbearbeitung ist meist auch ein bisschen Geschmackssache, am Ende sollte das Bild jedoch knackig scharf und hell genug sein.

Ich hoffe, dass die Tipps eine Hilfe sind wenn es um die Fotografie für Fashionblogs geht! Du hast dem Ganzen noch etwas hinzu zufügen? Nur keine Scheu, hinterlasse einen Kommentar und erzähl mir und anderen worauf man noch so achten sollte!



8 Antworten zu “Fototipps für Fashionblogger”

  1. Martina sagt:

    Liebe Charlotte,
    vielen Dank für diese Tips!
    Ich bin noch recht am Anfang und überlege gerade, mir eine neue Kamera zu kaufen. Nur welche….da gibt es viele auf dem Markt!
    Viele Grüße,
    Martina

    • Verlottert sagt:

      Liebe Martina,
      Es freut mich, dass ich dir helfen konnte! Was die Kamera angeht kommt das natürlich total darauf an wie viel Geld du ausgeben möchtest und was du damit machen möchtest. Ich empfehle immer eine Kamera zu kaufen bei der du auf jeden Fall die Objektive tauschen kannst, da hat man immer die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln nur durch ein neues Objektiv und braucht nicht immer gleich eine neue Kamera. Schau doch mal ob du eine tolle Spiegelreflex von Canon gebraucht findest. Oft findet man ganz tolle Deals für recht wenig Geld.
      Charlotte

  2. Amy sagt:

    Vielen dank für diesen post,
    Es gibt ja viele aber die meisten reden nur davon was man machen soll und erklären es nicht für Leute wie mich die keine ahnung haben 😀 endlich habe ich das mit dem iso etc verstanden und du zeigst auch beispiele wie es in den verschiedenen fällen dann aussieht finde ich klasse !
    Danke 🙂

  3. Auf jeden fall tolle Tipps für fashionblogger – und auch den ein oder andere fotografieblogger der nun Menschen knipsen will.
    Nur in einem Punkt muss ich dir Wiedersprechen: den Blitzen. Ja der Einbau blitz ist doof, aber generell fotografieren Profifotografen immer mit einem – oder mehreren- aufsteckblitzen und die Teile können Wunder wirken, ich will mir schon lange einen zulegen. Auch drinnen kann man damit dann klasse Fotos machen, z.B. Dein Beispiel Bild am Fenster wäre damit sicher klasse geworden.
    Und ich hätte noch eine Frage an dich: machst du die Fotos von dir selber mit Stativ oder drückst du die Kamera mit fertigen Einstellungen jemandem in die Hand?
    Liebe Grüße!

    • Verlottert sagt:

      Hey liebe Eva!
      Wenn es sich um hochwertige Blitze handelt hast du natürlich Recht. Hier dreht es sich ja eher so ein bisschen um Einsteiger- bzw Fortgeschrittenentipps, bei dem Punkt bin ich davon ausgegangen, dass noch kein professionelles Equipment in dem Sinne vorhanden ist. Aber vielleicht sollte ich über den Absatz nochmal drüber gehen 😉
      Ich lasse mich grundsätzlich fotografieren, ich hab selber nicht einmal ein gutes Stativ (obwohl das auch mal eine Anschaffung wert wäre) und es macht auch einfach mehr Spaß zu zweit und geht schneller. Mein Freund ist deutlich besser darin eine Kamera zu bedienen und stellt sich das immer selbst ein, aber mit meiner besten Freundin mache ich auch gerne Fotos zusammen und da drücke ich ihr immer die Kamera samt Einstellungen einfach in die Hand. Klappt immer super!
      Ganz liebe Grüße!

  4. fashiontipp sagt:

    Hallo Charlotte! Drinnen klappt es bei mir Fotoshooting nie. Wie du auch schreibst: Tageslicht ist am besten. Aber manchmal will ich unbedingt zu Hause Fotos machen, vor allem beim schlechtem Wetter. Was kann man dann besser machen. Blitz war für mich die letzte Rettung. Aber du meist lieber nicht. Und dann noch eine Frage: ich will coole kreative Wishlist erstellen, so schön beschriftet, die Sachen auf dem Wishlist mal drehen etc. so wie bei top Blogger. Welches Programm benutzt man dafür? Mit Gimp komme ich nicht weiter…
    Liebe Grüße Marina
    http://fashiontipp.com

    • Verlottert sagt:

      Hallo liebe Marina!
      Also der Blitz setzt halt meist ganz fiese Schatten in dein Gesicht. Wenn du wirklich gerne drinnen fotografieren möchtest solltest du dir wirklich gute Lichtquellen anschaffen und am besten auch Reflektoren. Das ganze wird dann schon recht kostenspielig. Deshalb ist mein Tipp: Selbst bei Regen draußen fotografieren. Zum Beispiel mit einem Regenschirm oder unter einem Carport, einer anderen Überdachung oder so. Irgendetwas das noch genug Licht zulässt und dich trotzdem einiger Maßen trocken hält.
      Ansonsten kann ich dir noch empfehlen ein Objektiv mit einer tollen Lichstärke zu kaufen, 1,4 zum Beispiel, dann kann man schon bessere Innenaufnahmen schießen als vorher, aber im Allgemeinem würde ich immer davon abraten wenn man kein vernünftiges Equipment hat.
      Was die Wishlists angeht: Das ist meist nicht mit einem Computerprogramm erstellt sondern über Afiliate Tools. Da kannst du dich zum Beispiel mal bei Tracdelight umschauen. Man muss sich als Blogger registrieren und kann dann solche Wishlists erstellen und in seinen Blog einfügen. Zusätzlich bekommt man Geld für jeden Klick oder jeden mit deinem Blog in Zusammenhang stehendem Verkauf.
      Viel Spaß beim Ausprobieren 😉
      Liebe Grüße!!

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